Ziel verfehlt – Auf Liste 3 Platz 16 für den Kreistag

Die Freien Wähler im Landkreis München haben mich als Parteifreien auf ihre Wahlliste für den Kreistag nominiert. Auf dem Wahlzettel bin ich auf Liste 3 Platz 16 zu finden.
Ich habe einer Kandidatur erstmalig zugestimmt, weil die Freien Wähler auch parteifreie Nichtmitglieder auf ihre Liste aufgenommen haben. Gleichwohl fühle ich mich durch die Nominierung auf Platz 16 von 70 geehrt und möchte mich bei den Mitgliedern der Freien Wähler für das Vertrauen herzlich bedanken.

Leider hat es nicht gereicht. Ich habe zwar über 15.000 Stimmen erhalten. Für einen Sitz im Kreistag haben dann doch rund 5.000 Stimmen gefehlt. Schade! Ich hätte die Herausforderung gerne angenommen und hätte mich gerne dafür eingesetzt, die Lobby des etwas stiefkindlichen Münchner Süden im Kreistag zu stärken. Nun setze ich meine Hoffnung weiterhin in die Kreisräte und Bürgermeister Jan Neusiedl, Stefan Schelle und Barbara Bogner.
Bei der Wahl der Kreisräte verkehrt sich einer unserer größten Vorteile leider in ein Nachteil. Im dünn besiedelten Süden ist es schwer, genügend Stimmen für einen Kreistagssitz zu sammeln. Die Kandidaten aus dem sehr dicht besiedelten Osten tun sich da viel leichter und sind im Kreistag, bezogen auf die Verteilung der Landkreisgemeinden, überrepräsentiert. Dementsprechend sind diese Bezirke von Landkreisprojekten auch mehr begünstigt, als die Südgemeinden. Hier haben nur finanzstarke Gemeinden wie Grünwald oder Oberhaching ein Wörtchen mitzureden.

An einer Kandidatur zum Kreisrat war ich deshalb interessiert, weil die Gemeinde vom Landkreis in besonderer Weise abhängig ist. Die Kreisumlage ist unser höchster Ausgabeposten, außerdem ist die Gemeinde hinsichtlich Busverkehr und weiterführenden Schulen vom Landkreis abhängig. Bisher ist unser Bürgermeister nicht im Kreistag vertreten. Viel zu oft muss Straßlach-Dingharting als Zaungast zusehen, wie die im Kreistag vertretenen Gemeinden eine Verbesserung nach der anderen für sich umsetzen, für uns fallen allenfalls ein paar Brocken ab. Ich habe mir von einem Sitz im Kreistag eine deutliche Verbesserung der Lobby für unsere Gemeinde versprochen und wollte auch unserer Region im Isartal und im Hachingertal zusammen mit den anderen Vertretern im Kreistag eine weitere Stimme geben.

Finanzpolitisch stehe ich wie auch als Bürgermeister für eine Abkehr von der expansiven Geldpolitik, die zu einer Verdreifachung der Schulden des Landkreises und einer drastischen Erhöhung der Kreisumlage geführt hat. Ich bin dafür, dass sich auch der Landkreis in seinen Ausgaben nach den verfügbaren Einnahmen orientiert.

Es hätte mich gerfreut, wenn ich in den Kreistag gewählt worden wäre und danke allen, die mir mit ihren Stimmen ihr Vertrauen geschenkt haben. Jetzt werde ich mich jedenfalls weiterhin mit voller Kraft auf mein Bürgermeisteramt stürzen.

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