Wir helfen Senioren bei der Impf-Registrierung

Die Anmeldung zur Impfung gegen Corona scheitert für viele Senioren bereits bei der Registrierung. Deshalb haben wir im Rathaus Straßlach auf die Schnelle ein Hilfsprogramm für unsere Senioren und hilfsbedürftigen Mitbürger auf die Beine gestellt.

Über 280 Senioren wurden direkt angeschrieben, die übrigen per GemeindeNachrichten informiert. Wer Hilfe benötigt, kann sich bei unserer Seniorenbeauftragten Gisela Lengersdorf anmelden. Sie vergibt einen Termin mit Zeit und Ort, wo sich die Senioren einfinden können. Die Verwaltung legt dann für jeden angemeldeten Senior eine eigene E-Mail-Adresse an. Eine Mitarbeiterin unserer Kindergären nimmt die Senioren dann in Empfang und führt mit ihnen die elektronische Anmeldung durch. Wir überwachen den Mail-Eingang und informieren den Senior anschließend über den zugeteilten Impftermin. Hier muss man schnell sein, weil der angebotene Impftermin immer nur für eine befristete Zeit angeboten wird. Wenn der Betroffene den Termin nicht im vorgegebenen Zeitfenster annimmt, erlischt das Angebot und man muss auf eine neue Zuteilung warten.

Sobald die Impftermine bekannt sind, fahren Ehrenamtliche unsere Senioren in die Impfzentren. Nach Abschluss der zweiten Impfung werden im Rathaus sämtliche persönlichen Daten gelöscht.

Wenn nun Bedenkenträger – wie so oft in diesem Land: Datenschutz, Datenschutz schreien. Denen sei gesagt, dass die Senioren eine Datenschutzerklärung unterschreiben und sämtliche persönliche Daten nach Abschluss der Impfung vernichtet werden.

Neujahrsansprache des Bürgermeisters

Das Jahr 2020 wird uns als „DAS Corona-Jahr“ mit seinen ganz besonderen Herausforderungen in Erinnerung bleiben. Trotzdem gab es auch Glücksmomente. Zum Beispiel für mich im Januar, als meine zweite Tochter auf die Welt gekommen ist. Oder im März, als ich mit 87,5 % wieder zum Bürgermeister gewählt wurde. Eine Riesenfreude! Vielen Dank für Ihr Vertrauen! Auch im Gemeindegebiet haben wir schöne Dinge umsetzen können, trotz Corona. Ein weiterer Kindergarten in Straßlach ist im Entstehen. Wir sorgen für gute Betreuung unserer Kinder sowohl in der Schule, als auch in der Kita. Wir schaffen neuen Wohnraum. Das Talfeld in Großdingharting ist so gut wie fertig. Hier entsteht ein Einheimischenprogramm, das sich besonders an Familien vor Ort mit durchschnittlichem Einkommen richtet. Die Pläne zur Neubebauung des Raiffeisenbank-Grundstücks in Straßlach nehmen Form an. Wir haben Anwesen gekauft, in denen wir Wohnungen für unsere Betreuungskräfte anbieten.

Straßlach-Dingharting ist eine aufstrebende Gemeinde, die die Bodenhaftung nicht verliert; die ihre Vorzüge kennt und sich in einem Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne auf einem schmalen Grat bewegt.

Wir können uns im neuen Jahr ganz besonders freuen! Einmal auf die Fertigstellung des Straßlacher Weihers. Er wird künftig noch mehr ein Ort der Gemeinschaft und des Miteinanders werden. Außerdem ist er die Visitenkarte des Ortsteils Straßlach. Für uns einen schönen Termin zum Vormerken werden wir bald bekannt geben: die Eröffnung das Medicenter Süd. Denn gerade die Pandemie zeigt, Gesundheit ist das Wichtigste!

Wir in Straßlach-Dingharting halten zusammen! Das machen unsere vielen Ehrenamtlichen und das machen die vielen Menschen in den Berufen, die ihre Gesundheit gefährden. Menschen, die unsere Senioren betreuen, Kinderbetreuerinnen, die Bauhofmitarbeiter, die Rathausmitarbeiter, aber auch die Müllfahrer und die Kassiererinnen an den Einkaufskassen. Sie alle helfen zusammen, dass unsere Gesellschaft am Laufen bleibt! Und dafür verdienen sie Dank, Respekt und ordentliche Bezahlung! Hier in Straßlach-Dingharting haben wir auch immer mehr Fälle, die positiv auf Corona getestet werden. Deshalb ist es so wichtig, dass wir Abstand halten, Maske tragen, lüften und dass wir auch die Impfangebote nutzen. Ich hoffe, 2021 wird so werden, dass wir in der zweiten Jahreshälfte etwas von unserem geliebten gesellschaftlichen Miteinander wiederhaben dürfen. Dass in Maßen wieder Dorffeste stattfinden, oder Senioren besucht werden dürfen. Niemand kann‘s versichern, aber wir wollen im Rathaus alles dafür tun.

Mir ist es wirklich wichtig, dass wir uns in Straßlach-Dingharting eine funktionierende Gemeinde bewahren.

Das gelingt nur, wenn wir auch weiterhin bei unseren Gastronomen, und sei es nur To Go, oder auch in den örtlichen Läden einkaufen, und seien es nur Gutscheine. Ich wünsch uns für 2021 allen gemeinsam gute Gesundheit, dass wir diese Krise überwinden. Wir haben unsere politische Krise aus den 2000-ern überwunden, wir haben die Finanzkrise und die Flüchtlingskrise überwunden. Und immer sind wir gestärkt daraus hervorgekommen. Wir können auch Corona überwinden. Dafür will ich weiterhin mit Leidenschaft arbeiten. Und bei alledem haben wir immer die nächste und die übernächste Generation im Blick. Wir müssen eine saubere Umwelt hinterlassen. Daher die vielen Umweltschutzmaßnahmen im Rathaus und das groß angelegte Klimaschutzkonzept für die kommenden Jahre. Wir müssen weiterhin Sachwerte schaffen und Grundstücke kaufen, die es auch denen, die nach uns kommen, ermöglichen, aus dem Vollen zu schöpfen. Das ist uns 2020 sehr gut gelungen und es wird auch 2021 gelingen. Ich danke allen, die als Mitarbeiter, Gemeinderat oder interessierte Bürger zu unserem gemeinsamen Erfolg beitragen oder beigetragen haben!

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein gesundes und glückliches neues Jahr! Möge es Gutes bringen und uns vor Krankheit und Ungemach bewahren! Bleiben Sie gesund!

Frohe Weihnachten

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie frohe Weihnachten. Nutzen wir die Gelegenheit, um etwas zur Ruhe zu kommen und uns auf das wirklich Wichtige im Leben zu besinnen. So ungewöhnlich 2020 war, so besonders ist auch das Weihnachtsfest. Lassen wir uns nicht entmutigen. Tanken wir über den entschleunigten Jahreswechsel Kraft und blicken wir voll Hoffnung ins Jahr 2021. Wir haben in diesem Land im allgemeinen, in der Gemeinde im Besonderen, aber auch privat, in den allermeisten Fällen gute Grundlagen; wir leben in einer Gesellschaft, die leistungsfähig ist und die schon so manchen Treffer ertragen und verdaut hat. So könnte es auch mit dieser Pandemie sein. Dazu braucht es nur ein bisschen mehr WIR und ein bisschen weniger ICH! Denn so lässt sich vieles besser ertragen! Bleiben Sie gesund!

Mehr Gewerbebetriebe ansiedeln

Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir nicht nur das Gewerbegebiet erweitert. Nein! Wir sind einen entscheidenden Schritt weitergegangen: wir haben den Hebesatz für die Gewerbesteuer von 280 Prozent auf 250 Prozent gesenkt. Damit leisten wir einen beachtlichen lokalen Beitrag zur Bewältigung der Krise für unsere bereits existierenden Gewerbetriebe. Gleichzeitig bieten wir externen betrieben einen Anreiz, ihren Sitz nach Straßlach-Dingharting zu verlegen.

Mit dieser wirtschaftspolitischen Maßnahme verzichten wir zwar auf den ersten Blick auf Steuereinnahmen. Auf lange Sicht könnte die Senkung des Hebesatzes zu erheblichen Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer führen.

100 Tage im Amt

Den Gradmesser „100 Tage im Amt“ hat die Politik eigentlich für neugewählte Bundeskanzler erfunden. Trotzdem unterziehen sich sowohl neue, als auch wiedergewählte Bürgermeister gerne diesem Test. Ich stelle mich der Prüfung natürlich gerne.

Die Gemeinde haben wir vom ersten Tag an ruhig durch das wilde Fahrwasser der Corona-Krise geschifft. Mit strategischer und vorausschauender Politik ist es uns bisher gut gelungen, finanzielle Probleme zu vermeiden oder Probleme überhaupt aufkommen zu lassen.

Obwohl der Gemeinderat fast zu 50 % neu zusammen gesetzt ist, hat die Findungsphase nicht allzu lange gedauert. Ich habe die Kollegen sofort mit den dringenden und wichtigen Themen unserer Zeit befasst. So haben wir innerhalb der ersten 100 Tage dieser Periode nahezu alle Schwerpunktthemen messbar vorangebracht. Alles in allem bin ich mit der Entwicklung zufrieden und weiß, dass wir mit jedem folgenden Baustein noch mehr Lebensqualität für unsere Mitbürger schaffen. Kontinuität ist hier das Geheimnis des Erfolgs.

Kinderbetreuung:
Die Baugenehmigung für den neuen Kindergarten in Straßlach ist durch. Die Ausschreibung der Arbeiten steht bevor. In den nächsten Wochen erfolgt der Aushub der Baugrube.
Zur Überbrückung arbeitet die Verwaltung derzeit mit dem Landratsamt daran, im Raiffeisenbankgebäude in Straßlach eine Interims-Kinderbetreuung einzurichten – FALLS, weitere Plätze nötig sind.
Für dieses Kindergarten- und Schuljahr haben wir unser Versprechen wie bisher gehalten: jedem Kind seinen Betreuungsplatz.

Angebote für Senioren
In einem Workshop im Juli hat der Gemeinderat die Weichen gestellt für mögliche Wohnformen für Senioren in unserer Gemeinde. Die Stufe 1 des Projekts, nämlich die Planungsphase läuft.
Mit der Seniorenbeauftragten und der neuen Senioren-Broschüre bieten wir den alten und bedürftigen Menschen ein ganzes Bündel an Hilfestellungen für den Alltag und die Bewältigung eines erfüllten und selbstbestimmten Lebens. Konkret haben wir in letzter Zeit Maßnahmen auf den Weg gebracht, die unseren Senioren eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Gemeindewohnungen
Der Gemeinderat hat beschlossen, auf dem Raiffeisenbank-Grundstück in Straßlach ein Mehrfamilienhaus mit Wohnungen für Einheimische, Pflege- und Betreuungskräfte zu bauen. Ferner hat der Gemeinderat ein Architekturbüro beauftragt, die notwendige Bebauungsplanänderung vorzubereiten.

Bezahlbares Bauland
Mit dem Landratsamt haben wir im Juli Einigung über das Baugebiet Talfeld-Nord erzielt. Konkret hat der Gemeinderat die Baugrunduntersuchung und die Vorbereitung der Straßenherstellung beauftragt. Das Bebauungsplanverfahren hat der Gemeinderat nun in Stufe 2 gehoben. Das Bauland wird im ersten Quartal 2021 soweit sein.

Busverbindung verbessern
Derzeit gibt es Überlegungen, die Busverbindung in Holzhausen und ggfls. Kleindingharting zu verbessern. Hier handelt die Verwaltung aufgrund eines alten Beschlusses. Gleichwohl arbeitet die Verwaltung zusammen mit Oberhaching an einem Konzept für den Fall, dass die Expressbuslinie X320 bald eingeführt wird.

Schöne Sommerferien!

Ich wünsche all unseren Kindern und den Familien schöne und erholsame Sommerferien! Meine Gedanken gelten in diesem Zusammenhang unseren Kleinsten, Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Sie haben eine komische, zuweilen blöde Zeit hinter sich. Ich freue mich für alle, die dieses Schuljahr gut überstanden haben. Ich gratuliere allen, die ihre Abschlüsse hinter sich haben und vor einem neuen Lebensabschnitt stehen. Und, ich drücke allen Kindern die Daumen zu ihrer Aufnahme in die Krippe, ihrem Eintritt in den Kindergarten, dem erster Schultag, dem Wechsel auf eine weiterführende Schule oder dem Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums! Dann, einen guten Start verbunden mit meinem Wunsch, dass wir bald und dauerhaft wieder zur Normalität zurück kehren dürfen!

Spannungsvolle Atmosphäre in den Sitzungen

So leicht, wie in der letzten Periode flutscht es noch nicht. In einem Gremium von 17 Mitgliedern sind nun 7 neue Räte vertreten. Da ist es normal, dass am Anfang ein gewisser gruppendynamischer Prozess stattfindet. Die Gruppierungen, aber auch einzelne Rätinnen und Räte suchen und finden ihre Position in dem ganzen Geschehen. Manche Ratskollegen warten eher ab und beobachten noch. Andere preschen mit einer Vielzahl von Wortmeldungen und noch mehr Anträgen vor und wollen das Geschehen unbedingt und maßgeblich in die eigene Richtung beeinflussen.

Die Kunst ist es, aus all dem Geschehen wie bisher das Beste für die Gemeinde rauszufiltern. Dabei bin ich sehr darauf erpicht, dass die wichtigen Themen ernsthaft angegangen werden und stets nur das Wohl der Allgemeinheit an erster Stelle steht und nicht irgendwelche Ideologien oder günstige Schlagzeilen, die sich zur Selbstprofilierung in Parteiblättern gut verkaufen lassen. Was ich nicht mag, sind Scheinanträge, die auf vermeintlich tolle Entwicklungen in unserer Gemeinde abzielen, für die aber von vornherein klar ist, dass wir uns das sowieso nicht leisten können.

Mein Wunsch ist, dass wir auch in dieser Periode hin zu einer konstruktiven Zusammenarbeit finden, in der die Räte mit Herz und Verstand für die Sache abstimmen und nicht auf Basis von Deals, Abstimmungen oder Abmachungen. Ich bin zuversichtlich, dass das zu schaffen ist.

2. Bürgermeister und 3. Bürgermeisterin

Am 06.05.2020 fand die konstituierende Sitzung unseres Gemeinderats statt. Dabei findet immer die Wahl des 2. und in diesem Fall auch des 3. Bürgermeisters statt, diesmal einer 3. Bürgermeisterin.

v.l.n.r.: Peter Schneider 2.BGM, Hans Sienerth 1. BGM, Sabine Hüttenkofer 3. BGM


Zum 2. Bürgermeister wurde zum dritten Mal Peter Schneider (UWV) gewählt. Mit ihm arbeite ich nun schon seit 12 Jahren sehr eng zusammen. Uns verbindet nicht nur die professionelle Arbeitsweise und blindes Vertrauen, sondern auch eine enge Freundschaft. Ich freue mich sehr, dass sich die Mehrheit der Ratskollegen erneut für ihn ausgesprochen hat und gratuliere ihm sehr herzlich.

Neu in der Bürgermeisterrunde ist Sabine Hüttenkofer (Grüne). Sie wurde zur 3. Bürgermeisterin gewählt. Mit ihr hat Straßlach-Dingharting seine erste weitere BürgermeisterIN bekommen. Auch Sabine möchte ich ganz herzlich zum neuen Amt gratulieren. Für Sabine und mich gilt: wir sind uns nicht in allen Punkten einig, in den wichtigen aber schon. Mit ihrer ausgleichenden Art, ihrer Ernsthaftigkeit, ihrem Durchsetzungsvermögen und ihrem Auftreten bringt sie alle für Voraussetzungen mit, die für dieses Amt wichtig sind.

Ich freue mich auf gute Zusammenarbeit mit meinen Stellvertretern und sechs weitere spannende Jahre!

Danke für Ihre Stimme!

Die Wähler von Straßlach-Dingharting haben mich zum dritten Mal zum Bürgermeister unserer schönen Gemeinde gewählt. Zum zweiten Mal bin ich ohne Gegenkandidat angetreten. Das Ergebnis von 87,5  % hat mich gleichermaßen überrascht und überwältigt. Es ist eine Bestätigung meiner Arbeit während der letzten 12 Jahre einerseits und andererseits Ansporn, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Straßlach-Dingharting hat sich in den letzten 12 Jahren prächtig entwickelt und es wird auch weiterhin mein oberstes Ziel sein, dass es auf diesem erfolgreichen Weg bleibt.

Vielen Dank, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, für dieses klare Votum für meine Arbeit. Es ist mir bewusst, dass man in diesem Amt im Laufe der Zeit nicht nur Freunde gewinnt, sondern, dass man vielmehr in Einzelfällen gezwungen ist, Mitmenschen zu verärgern. Ich weiß, dass etliche Antragsteller und Bauwerber mit einigen meiner Entscheidungen nicht einverstanden sind. Wenngleich auch 99 % der Entscheidungen auf einstimmige oder zumindest deutlich mehrheitliche Beschlüsse zurück gehen, so machen viele Bürger die Ablehnung ihrer Anliegen ganz persönlich an meiner Person fest. Menschlich kann ich es manchen nicht verdenken. Wer aber so fair ist, einen Schritt zurück geht, und versucht den Grund für so manche Entscheidung objektiv nachzuvollziehen, wird zugeben müssen, dass die Entscheidung zwar hart, aber gerecht ist. Und das ist für mich entscheidend: gerecht sein, mach dem Motto: tue Recht und scheue niemand. Es ist wichtig, dass man gerade in diesem Amt am Ende des Tages in den Spiegel schauen kann. Und das kann ich, meine Damen und Herren. Umso mehr freue ich mich über die deutliche Bestätigung durch die Wähler von Straßlach-Dingharting. 2014 hatte ich 90,2 %. Diesmal sind es 87,5 %; obwohl ich diesmal in absoluten Zahlen 94 Stimmen mehr habe als 2014. Sprich, ich wurde von genauso vielen Menschen gewählt wie 2014 plus weiteren 94 Wählern. Die gesunkene Prozentzahl ist darauf zurück zu führen, dass die Bevölkerung gewachsen ist und diesmal mehr Alternativen als Bürgermeister genannt wurden. Wobei aber kein anderweitig genannter Gemeindebürger mehr als 24 Stimmen erhalten hat. Unter den Alternativen waren übrigens auch Angela Merkel und Meister Eder vom Pumuckl 😉

Bei dieser Gelegenheit möchte ich zum einen den Gemeinderäten ganz gleich welcher Couleurs danken, die den Weg die letzten 12 Jahre mitgegangen sind. Zum anderen, und dies von Herzen, möchte ich meinen Gruppierungen danken, die mich unterstützen und als Bürgermeisterkandidat aufgestellt haben. Dies sind bei dieser Wahl die Bayernpartei, die Freie Wählergemeinschaft und die UWV. Danke für Euer Vertrauen und für die unglaubliche Hilfe in einem schneidigen und abwechslungsreichen Wahlkampf. Ein so eindruckvolles Wahlergebnis ist nie das Werk eines einzelnen, sondern das Ergebnis bester Teamwork.

Ganz besonders freut mich, dass meine Unterstützer, der Block der Freien, bestehend aus UWV und FWG, und die Bayernpartei im Gemeinderat weiterhin mit sieben Sitzen im Rat vertreten sind und dass die SPD ebenfalls erklärt hat, mich in meiner Arbeit unterstützen wollen.

Die Bürgerschaft unserer Gemeinde ist heterogen. Passend dazu setzt sich unser Gemeinderat heterogen aus sieben Parteien und Gruppierungen zusammen. Was Auswärtigen wie ein aufgesplittertes Sammelsurium vorkommen mag, hat unserer Gemeinde in den letzten 12 Jahren sehr gut getan. Mein Ziel ist es, die Kräfte auch weiterhin im Gleichgewicht zu halten. Es bleibt spannend, wie das im neuen Rat gelingen wird. Mehrheiten hat in meiner Zeit als Bürgermeister immer nur eine Seite gefunden: die Seite der Gemeinde mit wichtigen und guten Themen, die für einen ganz großen Querschnitt der Bevölkerung von Vorteil waren.
Es hat sich jedenfalls herausgestellt, dass in einem Rat bestehend aus sieben Minderheiten – manche größer, manche kleiner – Blockdenken keine Chance hat – und so soll es auch bleiben. In unserer Arbeit sollte die Parteizugehörigkeit keine Rolle spielen. Wenn wir auch weiterhin ohne Ansehen der Parteifarbe mit Herz und Verstand abstimmen, dann erreichen wir auch in Zukunft für Straßlach-Dingharting das größte gemeinsame Vielfache, statt nur den kleinsten gemeinsamen Teiler.

Ich freue mich auf eine spannende Zeit. Also, auf zu weiteren sechs interessanten Jahren! Wie bisher: mit beiden Beinen auf dem Boden der Traditionen fest verhaftet und die Zukunft offen und liberal im Blick! So soll es weitergehen.

Ziel verfehlt – Auf Liste 3 Platz 16 für den Kreistag

Die Freien Wähler im Landkreis München haben mich als Parteifreien auf ihre Wahlliste für den Kreistag nominiert. Auf dem Wahlzettel bin ich auf Liste 3 Platz 16 zu finden.
Ich habe einer Kandidatur erstmalig zugestimmt, weil die Freien Wähler auch parteifreie Nichtmitglieder auf ihre Liste aufgenommen haben. Gleichwohl fühle ich mich durch die Nominierung auf Platz 16 von 70 geehrt und möchte mich bei den Mitgliedern der Freien Wähler für das Vertrauen herzlich bedanken.

Leider hat es nicht gereicht. Ich habe zwar über 15.000 Stimmen erhalten. Für einen Sitz im Kreistag haben dann doch rund 5.000 Stimmen gefehlt. Schade! Ich hätte die Herausforderung gerne angenommen und hätte mich gerne dafür eingesetzt, die Lobby des etwas stiefkindlichen Münchner Süden im Kreistag zu stärken. Nun setze ich meine Hoffnung weiterhin in die Kreisräte und Bürgermeister Jan Neusiedl, Stefan Schelle und Barbara Bogner.
Bei der Wahl der Kreisräte verkehrt sich einer unserer größten Vorteile leider in ein Nachteil. Im dünn besiedelten Süden ist es schwer, genügend Stimmen für einen Kreistagssitz zu sammeln. Die Kandidaten aus dem sehr dicht besiedelten Osten tun sich da viel leichter und sind im Kreistag, bezogen auf die Verteilung der Landkreisgemeinden, überrepräsentiert. Dementsprechend sind diese Bezirke von Landkreisprojekten auch mehr begünstigt, als die Südgemeinden. Hier haben nur finanzstarke Gemeinden wie Grünwald oder Oberhaching ein Wörtchen mitzureden.

An einer Kandidatur zum Kreisrat war ich deshalb interessiert, weil die Gemeinde vom Landkreis in besonderer Weise abhängig ist. Die Kreisumlage ist unser höchster Ausgabeposten, außerdem ist die Gemeinde hinsichtlich Busverkehr und weiterführenden Schulen vom Landkreis abhängig. Bisher ist unser Bürgermeister nicht im Kreistag vertreten. Viel zu oft muss Straßlach-Dingharting als Zaungast zusehen, wie die im Kreistag vertretenen Gemeinden eine Verbesserung nach der anderen für sich umsetzen, für uns fallen allenfalls ein paar Brocken ab. Ich habe mir von einem Sitz im Kreistag eine deutliche Verbesserung der Lobby für unsere Gemeinde versprochen und wollte auch unserer Region im Isartal und im Hachingertal zusammen mit den anderen Vertretern im Kreistag eine weitere Stimme geben.

Finanzpolitisch stehe ich wie auch als Bürgermeister für eine Abkehr von der expansiven Geldpolitik, die zu einer Verdreifachung der Schulden des Landkreises und einer drastischen Erhöhung der Kreisumlage geführt hat. Ich bin dafür, dass sich auch der Landkreis in seinen Ausgaben nach den verfügbaren Einnahmen orientiert.

Es hätte mich gerfreut, wenn ich in den Kreistag gewählt worden wäre und danke allen, die mir mit ihren Stimmen ihr Vertrauen geschenkt haben. Jetzt werde ich mich jedenfalls weiterhin mit voller Kraft auf mein Bürgermeisteramt stürzen.