Krisensichere Wärme aus gemeindlichem Heizwerk

Aufgrund der instabilen Weltordnung schießen die Preise für fossile Brennstoffe in die Höhe. Die Gasspeicher sind leer und das Angebot an Heizöl und Treibstoffen wird knapper.

Diesem Chaos setzt die Gemeinde im Ortsteil Straßlach ein lokales und regionales Wärmeangebot entgegen. Gerade aus der Befürchtung heraus, dass es durch Konflikte oder internationale politische Differenzen zu einer Verknappung der Rohstoffe kommen könnte, hat sich die Gemeinde bereits 2019 entschieden, einen Weg zu beschreiten, der uns unabhängig macht: unabhängig von ausländischen Gas- und Öllieferungen und den damit verbundenen Preismonopolen, denen man ausgeliefert ist.

Den Hauseigentümern stehen verschiedene Systeme zur Verfügung. Meiner Meinung nach ist ein Anschluss an die gemeindliche Nahwärme das stabilste System. Hier wird die Wärme aus regionalem Holz erzeugt. Man muss sich um nichts kümmern, wählt bei den Gemeinderatswahlen die Personen, die den Wärmepreis festlegen, und profitiert von einer zuverlässig gelieferten Wärme durch die Gemeinde zu einem Preis, der keine Gewinne erwirtschaften soll. Darüber hinaus erhält jedes angeschlossene Grundstück einen kostenlosen Glasfaseranschluss „Fiber to the home”. Das sind einige sehr überzeugende Argumente, jetzt anzuschließen. Da können Pelletheizungen oder Wärmepumpen nicht mithalten.

Ich bin stolz darauf, dass wir als kleinste Gemeinde im Landkreis München unseren Bürgern in Straßlach eine derart solide Alternative anbieten können. Wir arbeiten und verhandeln mit weiteren regionalen Akteuren, um auch in den anderen Gemeindeteilen möglichst schnell Lösungen anbieten zu können.