Angriff auf die Lebensqualität in ländlichen Gemeinden

Mit Sorge beobachte ich, wie die bayerische Staatsregierung ihr Landesentwicklungsprogramm (LEP) für städtische und ländliche Räume weiter entwickeln möchte. Mir kommt vor, als ob dieses Programm ausschließlich von urban orientierten und in der Stadt wohnenden Juristen geschrieben wurde.

Das Programm wirft zwar ein paar Brocken wie „Nachhaltigkeit“ und „Biodiversität“ in die Waagschale. Aber, im Grunde sind es Nebelkerzen. Denn, sehr viele Festlegungen daraus werden das Leben auf dem Land deutlich erschweren, wenn sie tatsächlich in Kraft treten.

Die Entwicklung im Ländlichen Raum wird eingefroren und konserviert. Nur die vorhandenen städtischen Zentren sollen in Bayern weiter gestärkt werden. Der Bayerische Gemeindetag äußert sich dazu überaus kritisch.
Unser Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 23. März 2022 deshalb zurecht beschlossen:
„Die Gemeinde Straßlach-Dingharting schließt sich in ihrer Äußerung zum Entwurf der Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms Bayern (LEP) vom 14.12.2021 vollumfänglich der Stellungnahme des Bayerischen Gemeindetags vom 22.02.2022 an.
Besonders fordert die Gemeinde, dass der ländliche Raum nicht in der Weise konserviert wird, dass infrastrukturelle Entwicklungen nur noch in zentralen Orten erfolgen dürfen. Auch die übrigen Gemeinden auf dem Land müssen die Möglichkeit haben, in angemessenem Umfang und in angemessener Qualität Infrastruktur vor Ort zu schaffen, dies insbesondere auch an Stellen, wo bisher noch keine Infrastruktur vorhanden ist. Die infrastrukturelle Entwicklung darf sich nicht nur auf landesplanerisch zentrale Orte konzentrieren.“

Wollen wir hoffen, dass der Widerstand der Kommunalen Familie gegen dieses rein staatlich und städtisch geprägte Papier groß genug ist, damit all unsere Errungenschaften für die Einkaufsmöglichkeiten, die Ärzteversorgung und die Angebote für den täglichen Bedarf nicht beschnitten und ins Mittelalter der Staatsbürokratie zurück geworfen werden.

Ukrainekrieg betrifft uns direkt

seit dem 24.02.2022 leben wir in einer anderen Welt. Die Ereignisse haben sich überschlagen und viele vermeintliche Gewissheiten stellen sich im Nachhinein als Wunschdenken oder Illusion heraus.

Der Überfall Russlands auf die Ukraine bringt unsere gesamte wirtschaftliche Weltordnung an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit. Die aktuelle Situation verstärkt die Effekte, die bereits die Corona-Pandemie hinterlassen hat: der Handwerkermarkt ist überhitzt, Baustoffe sind Mangelware und die Baupreise explodieren; von allen anderen Unwägbarkeiten und Zukunftsängsten ganz zu schweigen. Die Gemeinde ist von diesen Entwicklungen wieder mal direkt betroffen. Wir befinden uns in einer Gemengelage, in der wir mit explodierenden Baukosten zu kämpfen haben, für Bauten wie zum Beispiel den Kindergarten, auf den wir und viele Eltern dringend warten. Ein Abbruch der Bauarbeiten kommt nicht infrage; wie hoch die Baupreise noch steigen werden, ist aber auch nicht abzusehen. Wir sind wieder einmal gefordert, schnell Flüchtlingsunterkünfte zu schaffen. In unseren Einrichtungen sind bis dato noch 15 Plätze frei.
Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist diesmal ungleich höher als 2015.
Bei uns sind bereits jetzt rund 30 Flüchtlinge in privaten Unterkünften untergebracht. Die Spendenbereitschaft ist enorm. Allein die Gemeinde konnte bereits zwei Transporter Richtung Ukraine auf den Weg bringen. Darüber hinaus liegen weitere Spenden auf Lager, die Geflüchteten hier vor Ort zugutekommen können. Für diese Hilfsbereitschaft und auch die ehrenamtliche Unterstützung der Gemeinde möchte ich Ihnen von Herzen danken.

Ungeachtet der Entwicklungen ist die Gemeinde gleichwohl bereit, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen, ihre Projekte zur Schaffung von Wohnraum für Senioren, Betreuungseinrichtungen für Kinder, bessere Mobilitätsangebote und Maßnahmen für den Umweltschutz weiter zu verfolgen. In diesem Sinne wünsche ich uns allen Zuversicht und Kraft, die Herausforderungen dieser schweren Zeiten zu bestehen und verbinde dies mit dem besonderen Wunsch, dass der Krieg möglichst bald und in gegenseitigem Frieden enden möge.
Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich frohe Ostern!

Gute Ideen haben, reicht nicht …

Wenn man eine Gemeinde führt und verwaltet, ist es nicht alleine wichtig, tolle Ideen für Verbesserungen zu haben. Die Kunst steckt vielmehr darin, am Ende des Tages in der Lage zu sein, die Rechnungen für all die tollen Ideen zu bezahlen. Was hier etwas umständlich klingt, lässt sich eindampfen auf die Formel: ohne Moos nix los! Und Moos braucht man heutzutage eine ganze Menge. Wer zuletzt selbst eine Handwerkerrechnung begleichen musste, wird wissen, wovon ich spreche. Die Baukostenpreise explodieren und die Inflation steigt.

Angesichts der sehr ehrgeizigen Projekte unserer Gemeinde zur Schaffung von Wohnraum, Betreuungsplätzen, zum Bau von umweltfreundlichen Heizungsanlagen, zur Sanierung der Straßen und zur Verbesserung der Mobilität wird es immer schwieriger, die dafür notwendigen Mittel zu beschaffen. Dies wirkt sich umso dramatischer aus, als die Einnahmen pandemiebedingt stagnieren oder schlimmstenfalls rückläufig sind. Mit der nötigen Gelassenheit, Erfahrung, Beharrlichkeit und Flexibilität werden wir die Entwicklung beobachten und uns den Gegebenheiten anpassen. Angesichts des Kriegs in der Ukraine wird es sicherlich nicht einfacher werden. Vielmehr ist gerade in der Wirtschaft mit Einbußen zu rechnen, was sich unmittelbar auf die Gewerbe- und Einkommensteuern und damit auf die Einnahmen der Gemeinde auswirkt. Wollen wir hoffen, dass diese Krise zu bewältigen ist.

„Wohlstand hat eine Grundlage – nämlich gute Arbeit!“ Ludwig Erhard

Wenn wir auf das abgelaufene Jahr 2021 zurückschauen, dann schauen wir wieder auf ein Corona-Jahr ohne Weiherfest, ohne Sonnwendfeier, ohne Maifeiern und sonstige Dorffeste; auf ein Jahr mit vielen Einschränkungen und Sorgen.

Trotzdem ist uns in Straßlach-Dingharting erstaunlich viel gelungen. Gegen alle coronabedingten Widerstände und Schwierigkeiten haben wir den Bau des neuen Kindergartens vorangebracht. Über 50 weitere Schulbetreuungsplätze und 50 Kindergartenplätze entstehen dort. Wir haben unsere Wasserversorgung mit einem weiteren Notverbund auf sichere Füße gestellt. Das Medicenter ist in Betrieb gegangen. Der Etablierung einer guten Gesundheitsversorgung vor Ort gilt meine ganze Leidenschaft, denn wir wissen, Gesundheit ist das höchste Gut.
Wichtig ist auch unser erweitertes Gewerbegebiet, in dem schon sehr bald ein Fliesenhandel, ein Fitnessstudio, eine Pizzeria, aber auch ein großes Businesscenter seine Pforten öffnen werden. Ich möchte es mit den Worten des Altkanzlers Ludwig Ehrhard sagen „Wohlstand hat eine Grundlage – nämlich gute Arbeit!“ Trotz der Pandemie werden in unserer Gemeinde neue Jobs geschaffen. Über 300 Arbeitsplätze entstehen hier. Man kann für uns von einer Entwicklung historischer Dimension sprechen. Hier passiert wirklich Positives für Straßlach-Dingharting und das wird uns auch in den nächsten Jahren viel Freude bereiten.

Freude bereitet mir auch, dass wir zu allen weiterführenden Schulen in der Umgebung beste Busverbindungen für unsere Schüler etablieren konnten, ganz gleich wie entlegen sie wohnen. Mich persönlich freut besonders, dass es uns gelungen ist, dem Gemeinderat einen soliden Haushalt vorzulegen. Er sieht nämlich wieder vor, dass wir viel Geld für unsere Kinder ausgeben. Zugleich haben wir einem großen Projekt zum altersgerechten Wohnen in Straßlach-Dingharting den Weg bereitet. Der Haushalt enthält hohe Investitionen in den Klimaschutz. Allein 2022 wollen wir 2,1 Mio. € in den Bau eines Hackschnitzelwerkes investieren.

Worauf wir uns freuen dürfen: in Großdingharting werden sich sieben junge Familien mit einem Durchschnittsalter von 37 Jahren und einem Haufen Kinder in einem Wohnbauprojekt der Gemeinde ihr eigenes Heim schaffen, in Straßlach haben wir den Startschuss der Regierung erhalten für die Planung und den Bau eines geförderten Mehrfamilienhauses für junge Menschen, Betreuungs- und Pflegekräfte; auf erste sichtbare Schritte für altersgerechtes Wohnen in Straßlach und auf neue Kita-Plätze, denn Kinder sind unsere Zukunft, für die wir vernünftige und gute Rathauspolitik machen wollen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung dabei, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Bleiben Sie gesund und behütet und gemeinsam wollen wir Corona überwinden und gemeinsam sollten wir die Regeln einhalten, uns impfen lassen und uns boostern lassen.

Viel Glück für unsere Gemeinde, viel Glück für Sie und Ihre Familie.

Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und ein gesundes 2022!

Zum Ende des Jahres hat der Gemeinderat in der Frage seniorengerechtes Wohnen in Straßlach-Dingharting einen Meilenstein gesetzt.
Eines der vier Standbeine unserer Seniorenpolitik ist es, Lösungen für das Wohnen im Alter in unserer Gemeinde zu erarbeiten. Dazu hat der Gemeinderat einen wegweisenden Beschluss gefasst und einen Investor ausgewählt, mit dem wir das Projekt umsetzen wollen. Lesen Sie in der Ausgabe Nr. 12/2021 was sich hier tut; hier klicken.

Leider gibt es zum Jahresende, wie immer im Leben, nicht nur gute Nachrichten. Beispielsweise ist es nicht gelungen, die notwendigen Flächen für den Bau eines Gehwegs in der Kleindinghartinger Straße in Großdingharting zu bekommen. Wir hätten das Projekt gerne umgesetzt und dabei das Glasfasernetz und die Gasversorgung bis an den südlichen Dorfrand ausgebaut. Auch darüber berichten wir. Insgesamt ist die Nicht-Realisierung dieses Projekts ein Rückschlag für die Fußgängersicherheit in Großdingharting.

Die Entwicklung unserer Gemeinde hat in den letzten Jahren unter einem klaren weißblauen Himmel stattgefunden. Neuerdings trübt sich das Bild etwas. Beispielsweise ist unklar, wohin die Reise mit den Steuereinnahmen geht. Wie wirken sich Corona und die weltweite Lieferkrise mit all ihren Preissprüngen auf die Leistungsfähigkeit unserer Unternehmen und die Kostenentwicklung unserer Bauprojekte aus? Die fetten Jahre sind vorerst vorbei.

Einige Prognosen und Entwicklungen stimmen mich nachdenklich. Dennoch blicke ich voller Hoffnung ins neue Jahr. Wir haben uns viel vorgenommen und wollen die Lebensqualität in Straßlach-Dingharting noch weiter erhöhen. Wir haben allein seit 2008 einige Krisen gemeistert und werden es mit vorausschauender Politik und behutsamem Vorgehen auch weiterhin tun.

Nun wünsche ich Ihnen und Ihren Familien frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr 2022. Bleiben Sie gesund und uns stets gewogen.

Bitte Rücksicht nehmen und zum Impfen gehen!

Es fühlt sich einfach nicht richtig an. Für den Flügelschlag eines Schmetterlings schien es im Frühherbst, als ob wir auf einen halbwegs normalen Winteranfang zusteuern; als ob uns eine vertraute Adventszeit erwartet und wir auf ein normales Weihnachtsfest zusteuern.

Ich hatte mich mit den Vereinen verständigt, dass der Christkindlmarkt in Großdingharting heuer nach einem Jahr Pause wieder stattfinden soll. Die Bürgerversammlung ist geplant und weitere Abendveranstaltungen, wo wir – natürlich unter strenger Einhaltung der Auflagen zum Maskentragen, 2G und 3G, die nötigen Abschlüsse, Versammlungen und Weihnachtsfeiern abhalten wollten.
Der Personalrat hatte bereits Ziele und Termine für die Durchführung eines gemeinsamen Betriebsausflugs in Aussicht genommen. Und nun?

Sollte das Alles nur eine Hoffnung gewesen sein, eine unbegründete oben drein? Es sieht wohl so aus. Die Inzidenzzahlen explodieren, die Intensivbetten sind ausgelastet und es wurde der Katastrophenfall ausgerufen.
Tagtäglich gehen neue Meldungen im Rathaus über Neuinfizierte ein. So viele in so kurzer Zeit haben wir während der gesamten Dauer der Pandemie noch nie verzeichnet. Was festzustellen ist – man muss es leider sagen: es kommt immer häufiger vor, dass Infizierte sich weigern, ihre Kontakte zu benennen. Es geschieht wohl aus Angst oder aus Schamgefühl. Man möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass der eine oder andere in Quarantäne muss. Dieser Gedanke ist aber ganz falsch. Denn, wer sich so verhält, nimmt billigend in Kauf, dass möglichweise infizierte Menschen sich weiter frei bewegen und noch mehr Mitmenschen anstecken.

Vor ein paar Monaten hat sich der Gemeinderat mit einer scharfen Resolution gegen Schließungspläne für die Kreisklinik Wolfratshausen ausgesprochen. Heute können alle froh sein, dass dieses Vollversorger-Krankenhaus da ist und funktioniert. Allerdings: es ist voll, überbelegt und bis aufs letzte Intensivbett ausgebucht.

Deshalb, meine Bitte an alle Mitbürger: wir kriegen die Pandemie nur in den Griff, wenn wir auch im Kleinen gegenseitig Rücksicht nehmen, uns solidarisch verhalten und achtsam sind. Bitte lassen Sie sich impfen! Keinen Raum mehr für Schwurbler und sonstige Verschwörungstheoretiker. Wer sich impfen lässt, zeigt sich solidarisch und minimiert die Wahrscheinlichkeit sehr, eines der dringend benötigten Intensivbetten langfristig zu belegen.

Bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße

Klimaschutzanpassungen für spätere Zeiten der Not

Es ist bekannt, dass die Grundwasserspiegel kontinuierlich sinken. Die Sicherung des Trinkwassers habe ich mir bereits im Wahlkampf in die Agenda geschrieben. Es ist zusammen mit der Energiefrage eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Um die Wasserversorgung für unsere Bevölkerung sicherzustellen, unterhält die Gemeinde zwei Brunnen und einen Notverbund mit der Gemeinde Grünwald. Vergangene Woche hat sie einen zweiten Notverbund in Betrieb genommen.

Wir arbeiten seit Jahren daran, uns in allen Bereichen gut zu vernetzen und zuverlässige Partner zu finden. Einen neuen verlässlichen Partner haben wir im Zweckverband Endlhauser Gruppe gefunden. Wir haben eine 1,2 Kilometer lange Verbundleitung an das Wassernetz der Endlhauser Gruppe verlegt. So können wir uns breiter aufstellen und sind für eventuelle Krisenszenarien in der Wasserversorgung besser gerüstet.

Parteienlandschaft wird vielfältiger – wir kennen das schon

Bei der Bundestagswahl am 26. September haben in unserer Gemeinde 89,3 % der Wahlberechtigten, also mehr als 2.000 Menschen ihre Stimme abgegeben. Das zeigt, dass Straßlach-Dingharting politisch sehr interessiert ist. Alle Achtung für die Wertschätzung und das Demokratieverständnis in unserer Gemeinde.
Insgesamt hat sich das Wählerverhalten im Vergleich zu früheren Jahren verändert. Die Wähler wollen keine Blockbildung der großen Volksparteien mehr. Unsere Gesellschaft ist vielschichtiger geworden und das spiegelt sich auch in einer Zersplitterung der Parteienlandschaft im Bundestag wieder.
Wir stellen fest, dass diese Vervielfältigung viele Vorteile hat. Unser Gemeinderat besteht seit Jahrzehnten aus sechs Fraktionen und mehr. Zum einen wird der Querschnitt der Bevölkerung besser repräsentiert und zum anderen gibt es keine Blockmehrheiten, die jeden Vorschlag der „anderen“ nach Gutsherrenart im Keim ersticken. Manche Vertreter größerer Volksparteien träumen auch in unserem Gemeinderat von solchen Zuständen und verhalten sich auch so. Allein, sie kommen nicht zur Geltung, weil sie in unserem Gemeinderat lediglich eine Minderheit sind. Und das ist gut so.

Verdiente Auszeichnung – Toni Roiderer – Ehrenbürger

Am Jahresempfang 2021 hatte ich die Ehre, meinen Mitbürger, politischen Kollegen, Unternehmer und langjährigen Freund Toni Roiderer für seine besonderen Verdienste um die Gemeinde, Bayern und die Bundesrepublik zum ersten Ehrenbürger der Gemeinde zu ernennen. In groben Zügen lässt sich das vielschichtige Engagement des Seniorchefs des „Wildparks“, langjährigen Wies‘nwirts und Gemeinderat etwa wie folgt skizzieren: in den letzten Jahren wurde er mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland am Bande und der Bayerischen Verfassungsmedaille in Silber ausgezeichnet. Für seine herausragenden Leistungen in der Gastronomie erhielt er mehrere Urkunden und Ehrenurkunden und Auszeichnungen. Diese Ehrungen und sein persönliches Engagement vor allem in Straßlach mit dem Markushof und den Supermärkten überzeugten den Gemeinderat, ihm die Ehrenbürgerwürde zu verleihen.
„So viel Ehre …“ meinte er zur Ehrung augenzwinkernd, „wenn ich sie nicht gewöhnt wäre, wäre ich fast verlegen“. Er habe, was er geschafft hat, nur schaffen können dank seiner Familie.
Toni, auch an dieser Stelle von mir: alle Achtung vor Deiner Leistung! Herzlichen Glückwunsch Dir und Deiner Familie zu dieser verdienten Ehrung.

Mehr Wertschätzung fürs Wasser bitte!

Strasslach: Hans Sienerth Foto: Claus Schunk

Wasser und seine Begleiterscheinungen haben auch uns in den vergangenen Wochen schwer beschäftigt.

So haben wir im Juni Rekordverbräuche beim Wasser verzeichnet. Im Durchschnitt liegt der Wasserverbrauch in unserer Gemeinde bei rund 800 cbm/Tag. An heißen Tagen im Juni sind die Verbräuche anhaltend auf 1.600 cbm/Tag gestiegen. Um dann, als der Regen eingesetzt hat, wieder auf rund 800 cbm/Tag zu sinken. Wie kann man sich das erklären? Genaue Erkenntnisse hat die ISD nicht. Vermutlich wird an sonnigen Tagen in etlichen Privatgärten viel gegossen.

Die Auswirkungen sind deutlich sichtbar. Mit jedem Hitzetag hatten es unsere beiden Brunnen schwerer, die notwendige Wassermenge zu liefern. Der viele Regen der letzten Wochen hat unseren Wasserreserven gut getan. Auch, wenn sich der Pegel nur sehr langsam erholt. Es wäre wünschenswert, dass hier ein Umdenken stattfindet. So sehr ich jedem gönne zu tun und zu lassen, was er für richtig hält, so sehr wünsche ich mir mehr Wertschätzung für unser wertvolles Trinkwasser. Wahrscheinlich ist es immer noch viel zu billig.

Auf der anderen Seite haben die schweren Regenereignisse von Ende Juni/Anfang Juli auch in unseren Ortsteilen große Schäden angerichtet. Etliche Keller und Höfe sind voll gelaufen. Allein die Straßlacher Feuerwehr musste zehnmal ausrücken, die Dinghartinger Kameraden ebenso. Ein großes Problem ist der Hagel. Wenn die Kanaleinlässe und Gullys von Hagelkörnern verstopft sind, sucht sich das Wasser seinen eigenen Weg.

Die Straße zur Ludwigshöhe in Kleindingharting wurde derart unterspült, dass es in der Nähe des Maibaums zu großflächigen Absenkungen kam. Die Gemeinde musste eine Notmaßnahme einleiten, die Straße aufreißen, neu verdichten und neu herstellen. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Firma Brunsch, die uns wie immer tatkräftig unterstützt hat.

Die Gemeinde hat ihr Straßensanierungsprogramm für 2021 mit sofortiger Wirkung gestoppt. Stattdessen wird die Verwaltung nun systematisch alle Problemstellen der Straßenentwässerung angehen, neue Sickergruben bauen, Rigolen einsetzen und mit Hochborden oder Buckeln dafür sorgen, dass die Wassermassen auch bei starken Regenereignissen möglichst kontrolliert abfließen.