Auf Erreichtes besinnen, beharrlich und entschlossen weiter gehen und das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Gedanken zum bevorstehenden Jahr 2024

Die Stimmung in unserem Land ist momentan schlecht. Auch die Gemeinde bleibt von den Strömungen nicht verschont. Der Erfolg einer Gemeinde ist eng mit dem Erfolg des ortsansässigen Gewerbes verknüpft. Stetig steigende Energiekosten verringern die Erträge der Firmen und senken die Gewinne. Das hat zur Folge, dass weniger Steuern in die Gemeindekasse fließen. Gleichzeitig muss die Gemeinde, wie die Verbraucher, immer mehr für Energie bezahlen.
Die Gemeinde befindet sich derzeit in einer Phase enorm steigender Ausgaben bei gleichzeitig schwächelnden Einnahmen. Viele Vorzeichen geben angesichts des Investitionsbedarfs Anlass zur Verzweiflung.

Zurückblickend auf das letzte Jahr und die Jahre davor, ist es hilfreich, sich vor Augen zu führen, was in unserer Gemeinde entstanden ist. Und wir können mit Zufriedenheit auf viele positive Entwicklungen zurückblicken. Obwohl die finanzielle Ausstattung in der Vergangenheit nicht immer optimal war, haben wir dennoch viel erreicht. Es ist wichtig, uns daran zu erinnern.

Beim Bau des Bürgerhauses sind wir behutsam vorgegangen, da wir nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung hatten. Wir haben gute Verträge mit den beauftragten Firmen ausgehandelt und ein Bauwerk errichtet, auf das wir stolz sein können.
In den darauffolgenden Jahren haben wir weiterhin bedacht und beharrlich in Immobilien investiert, Kindergärten gebaut und eine zukunftsweisende Energieversorgung auf den Weg gebracht.
Ferner entsteht eine Anlage für seniorengerechtes Wohnen. Diese Erfolge bestärken und ermutigen uns, mit gleicher Beharrlichkeit und Entschlossenheit weiterzugehen. Auch, wenn wir das Tempo für das eine oder andere Projekt etwas drosseln müssen, ist es wichtig, dass wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Die Randbedingungen, unter denen wir unsere Aufgaben erfüllen müssen, sind schwierig. Es ist unklar, wie die vielen anstehenden Wahlen in Deutschland, Europa, den USA und vielen anderen Ländern ausgehen werden. Wie wird sich die Politik verändern? Wie wird sich das Beziehungsgeflecht unseres Landes mit der internationalen Gemeinschaft in den nächsten Jahren entwickeln? Es ist unbestritten, dass Deutschland als Exportnation auf gute Beziehungen angewiesen ist. Es gibt viele offene Fragen und wenig Gutes, das uns erwartet.

Mein Wahlspruch für 2024 lautet deshalb: Bitte etwas weniger erwartetes Schlechtes und mehr unerwartetes Gutes!

Bleiben Sie behütet in 2024!

Vorausschauende Kinderpolitik umfasst alles und steht für eine gesunde Zukunft der Gemeinde

Kinder sind unsere Zukunft. So abgedroschen dieser Satz auch klingen mag, er ist aktueller denn je. Straßlach-Dingharting will in seinem kleinen und bescheidenen Rahmen alles dafür tun, dass die Kinder hier bei uns eine gute Zukunft haben.

Wir kümmern uns um das Klima, um nachhaltige Energielösungen und um die Umwelt vor Ort. Mit dem Klimaschutzkonzept haben wir einen größeren Rahmen gespannt und uns wichtige Ziele gesetzt. Diese professionell umzusetzen, wird die wichtigste Herausforderung der nächsten Jahre sein. Deshalb werden wir Mitglied in einem Klimaschutz-Netzwerk, das uns hilft, die Klimaprojekte zügig auf den Weg zu bringen und uns Zugang zu geförderten Ingenieur-Beratungsleistungen verschafft. Prominentestes Beispiel ist das Hackschnitzelwerk und die Nahwärmeversorgung in Straßlach.

Wir sorgen für Kinderbetreuung. Seit über 10 Jahren konnten wir bisher jedem Kind einen Betreuungsplatz anbieten. Es wird immer schwieriger, dieser Herausforderung gerecht zu werden. Um unseren Familien auch in Zukunft die Sicherheit zu geben, dass ihre Kinder betreut werden, wenn sie es brauchen, haben wir während der Coronapandemie, der Baustoffkrise und der Handwerkerkrise nicht aufgegeben. Die neu eröffnete Kinderkrippe und der Ausbau der Mittagsbetreuung für Grundschüler sind das prominenteste und jüngste Beispiel für unsere Erfolge in diesem Bereich. Im Kindergarten Sonnenschein und in der dort untergebrachten Mittagsbetreuung können künftig 50 Kindergartenkinder, 25 Krippenkinder und über 100 Schulkinder betreut werden. Zusammen mit den Einrichtungen Haus für Kinder, Kindergarten Villa Kunterbunt, Großtagespflege Die Urspringer und dem Waldkindergarten bietet dieser neu erweiterte Kita-Komplex unseren Familien eine breite Auswahl an Betreuungsmöglichkeiten. Darauf sind wir stolz und dieses Niveau wollen wir auch weiterhin halten.

Klimaschutz – Schritt für Schritt

Gelingt es, bis 2035 eine Million Streuobstbäume in Bayern zu pflanzen? Das Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist ehrgeizig und kann nur erreicht werden, wenn alle mithelfen. Obstbäume sind gut für Klima und Umwelt. Die Idee, alte Obstsorten forciert in die Erde zu bringen, hat mich sofort überzeugt. Deshalb habe ich mich kurzerhand entschlossen, das Projekt: „Die Gemeinde schenkt Ihnen bis zu drei Obstbäume“ zu unterstützen. Im Gemeindeblatt 09.2023 haben wir die Geschichte auf der Titelseite gebracht. Die Nachfrage ist enorm.

Dies ist nur eine kleine Klimaschutzmaßnahme von vielen. Ebenfalls im September haben wir das erste Klimaschutzkonzept der Gemeinde vorgestellt und im Gemeinderat beschlossen, dem Klimanetzwerk beizutreten. Dort haben wir Zugriff auf einen umfangreichen Pool an Ingenieursstunden, um unsere geplanten Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen. So gefällt mir das: fundiert planen und dann die Projekt zügig in Angriff nehmen.

Unser beliebter Pfarrer Ivan Dagelic ist verstorben

In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser beliebter Pfarrer Ivan Dagelic am Freitag, den 25. August 2023, nach schwerem Leiden verstorben ist. Er war seit September 2004 unser Pfarrer und hat zahllose Taufen, Kommunionen und Firmungen gespendet, Ehen geschlossen und zahlreiche Gemeindebürger auf ihrem letzten Weg begleitet. Die Gemeinde verliert einen guten Pfarrer, der ein ausgesprochener Menschenfreund war! Ich persönlich werde nie vergessen, wie er mit einem Augenzwinkern immer wieder sagte: Herr Bürgermeister, ich und Sie, wir sind Don Camillo und Peppone!

Wann immer ich ihn besucht habe, hat er mich zu Tisch gebeten. Das gemeinsame „Brot brechen“ wie es sprichwörtlich in der Bibel beschrieben ist, war ihm sehr wichtig. Er war ein unwahrscheinlich freundlicher Gastgeber und zur Abrundung hatte er immer einen frischen Schliwowitz- Schnaps von seinem Bruder aus Kroatien parat.

Er war mit Leib und Seele Pfarrer. Es zeichnet ihn aus, dass er über sein bewilligtes Rentenaltern hinaus weiterhin arbeiten wollte, damit die Pfarrstelle besetzt und die Seelsorge in unserer Gemeinde gelebt wird. Gott hatte mit ihm scheinbar einen anderen Plan.

Möge er in Frieden ruhen!

Ehrengabe in Höhe von 1.000 € an die Burschen

Am vorletzten Juliwochenende 2023 hat der Burschenverein Dingharting sein 125-jähriges Bestehen gefeiert. Am Festsonntag habe ich als Schirmherr eine kurze Rede gehalten und den Burschen im Namen der Gemeinde eine Ehrengabe in Form eines Schecks in Höhe von 1.000 € übergeben.

Gleichzeitig habe ich ihnen zu diesem Bestandsjubiläum im Namen der Gemeinde und persönlich von ganzem Herzen gratuliert! Ich wünsche unseren Dinghartinger Burschen und Madl‘n weiterhin viel Glück und Gesundheit, dass sie viele schöne Stunden im Verein erleben und unserer Gemeinde noch viele schöne Dorffeste bescheren!

Ein Burschenverein im Allgemeinen und der Dinghartinger Burschenverein im Besonderen ist ein Quellverein. In ihm machen junge Menschen ihre ersten Erfahrungen im Vereinsleben, knüpfen Freundschaften und Netzwerke, die oft ein Leben lang halten. So ist der Burschenverein Dingharting eine Quelle für neue Mitglieder in der Feuerwehr, im Schützenverein und in anderen Vereinen. Ihr seid der Motor unserer Dorfgemeinschaft und unverzichtbar für unser Vereinsleben.
Deshalb wünsche ich dem Burschenverein Dingharting ein langes und erfolgreiches Bestehen! Möge er stets vom Glück begleitet und von Gottes Segen beschützt sein, möge ihm Böses und Schlechtes stets fernbleiben!

Halbzeit is …

Im Mai 2023 beginnt die zweite Hälfte der Wahlperiode 2020/2026. Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen. In den vergangenen drei Jahren hat der Gemeinderat einerseits die ganz persönlichen Belange von Kindern, Familien und Senioren stärker als bisher in den Mittelpunkt seines Handelns gestellt. Andererseits hat die Gemeinde verstärkt darauf geachtet, dass sich die Rahmenbedingungen unseres Zusammenlebens verbessern: Umwelt- und Klimapolitik, Mobilität, Kultur, Sicherheit und Digitalisierung.

Wir wollen den Menschen in unserer Gemeinde das Leben einfach leichter machen. Dabei denken wir an die Bedürfnisse des Alltags und versuchen, mit unseren städtebaulichen Instrumenten immer mehr Dienstleistungen vor Ort zu ermöglichen. Unsere Politik ist bürgernäher geworden. Wir setzen infrastrukturelle Maßnahmen um und versuchen, gerade abhängigen Bevölkerungsgruppen wie Kindern und Senioren eine unkomplizierte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Trotz großer Schwierigkeiten und Herausforderungen konnten wir vieles auf den Weg bringen. Die Begleitumstände waren nicht einfach. Corona, der Krieg in der Ukraine, die Baustoffkrise und die Energiekrise stellen uns immer wieder vor große Probleme. Es bedarf größter Anstrengungen, die notwendigen Investitionen so zu steuern, dass die Mehrheit davon profitiert.

In den letzten drei Jahren haben wir unsere Seniorenarbeit weiter professionalisiert und menschlicher gestaltet. Unsere Seniorenbeauftragte organisiert regelmäßig Unterhaltungsnachmittage mit unseren Senioren: Es wird Kaffee getrunken, gesungen und getanzt. Schüler schreiben unseren Senioren Weihnachtsgrüße auf selbstgemalten Karten, wir haben einen Buchbringer- Service und es gibt einen Grillnachmittag, an dem unsere drei Bürgermeister für unsere Senioren grillen. Es ist schön zu sehen, wie sehr sich unsere Senioren über diese neuen Angebote freuen und wie sehr sie das Miteinander genießen.

Neben vielen Verbesserungen, die man sehen, anfassen und spüren kann, stelle ich in den letzten Jahren ein Zusammenwachsen fest. Ein Zusammenwachsen, das trotz der kulturellen Unterschiede unserer zehn Ortsteile, unserer vielfältigen Vereine und des jeweiligen Identitätsverständnisses der „Straßlacher“ und „Dinghartinger“ möglich geworden ist: Es ist ein Zusammenwachsen der Meinungen, das uns hilft, gute, richtungsweisende und fruchtbare Entscheidungen zum Wohle der Gesamtgemeinde zu treffen! Darauf bin ich sehr stolz.

Frohe Ostern!

Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich wünsche Ihnen und Ihren Familien frohe Ostern 2023! Allen Kleinkindern, Kindergartenkindern und Schulkindern frohe Osterferien!

Ohne Moos nix los!

Aus den Vorgängen des vergangenen Jahres ziehen wir Schlüsse, Informationen und Lehren und leiten sie in Prognosen, strategische Entscheidungen und Erwartungen für 2023 um.

Dabei hat die Gemeinde mit der erheblichen Geldentwertung zu kämpfen. Energiekosten, steigende Dienstleistungspreise und saftige Tarifabschlüsse für die Personalkosten reißen große Löcher in den Geldbeutel der Gemeinde. Wir halten den Angriffen auf unsere Leistungsfähigkeit so gut es geht stand.

Der Gemeinderat hat mit einigen wirtschaftlichen Entscheidungen für 2023 strategischen Mut bewiesen und ein nie da gewesenes Investitionspaket geschnürt, das in alle Lebensbereiche der Bevölkerung hineinstrahlt: Kinderbetreuung, Energieversorgung, Mobilität und Seniorenwohnen, um nur einige Schlagworte zu nennen.

Der Gemeindehaushalt 2023 ist beschlossen und bildet das Fundament, auf dem sich das gesamte Handeln der Gemeinde bewegt. Mit einem Investitionsvolumen von rund 8 Mio. € setzen wir neue Maßstäbe in unserer Infrastruktur. Außerdem tilgen wir rund 4 Mio. € an Altschulden. Das sind beachtliche Summen für eine so kleine Gemeinde, wie Straßlach-Dingharting. Nun ist es unsere Aufgabe, alles daran zu setzen, dass wir die geplanten Gelder vereinnahmen und die Investitionen umsetzen. Keine leichte Aufgabe in dieser kriselnden Zeit. Aber, mit Zuversicht und Fleiß gehen wir die Sache an und wollen wie jedes Jahr das beste und das Maximale zum Wohle der Gemeinde rausholen.

Große Herausforderungen und Chancen

Wir blicken zurück auf ein grausames Jahr! Wir hatten richtige apokalyptische Plagen. Ein Krieg in Europa. Unvorstellbar! Teuerungen und Inflation haben uns überrascht. In diesem Ausmaß hätte das bis vor einem Jahr keiner erwartet. Dann immer noch die Seuche Corona, zwar besser, doch lange nicht vorbei.

Finanzen im Zaum

Trotzdem haben wir auch im letzten Jahr wieder viel leisten können. Alle Kinder, die angemeldet wurden, haben einen Betreuungsplatz bekommen. Weitere 50 Kindergartenplätze stehen kurz vor der Fertigstellung und weitere 50 Schülerbetreuungsplätze. Der altehrwürdige Kindergarten in Dingharting wurde verschönert, wir sehen im Gewerbegebiet große Fortschritte, denn es ist wichtig, dass in Arbeitsplätze investiert wird und ganz wichtig ist auch, dass wir trotz all der Teuerungen die Finanzen im Zaum halten konnten. Das gelingt kaum mehr einer politischen Ebene. Aber uns in Straßlach-Dingharting ist es wichtig, dass wir nur dann Schulden machen, wenn auf der anderen Seite Werte geschaffen werden, mit denen künftige Generationen die Restschulden tilgen können. Damit sorgen wir für unsere Kinder und Enkel, denn ich möchte nicht, dass sie irgendwann ohne Reserven dastehen und unsere Schulden bezahlen müssen. Finanziell dürfen wir jedenfalls auf ein Jahr zurückblicken, das wirtschaftlich wieder einmal erfolgreich war. Trotz Rezession und Nachwirkungen von Corona sind die großen Einbrüche ausgeblieben, im Gegenteil: wir konnten das erhöhte Steuerniveau der letzten Jahre halten.

Gestärkt aus der Krise

Ich freue mich, dass wir in Straßlach-Dingharting solidarisch zusammenstehen; dass wir uns um unsere Familien und Kinder kümmern und die Sorgen unserer Senioren nicht aus dem Blick verlieren. Wenn irgendwo Not ist, wenn Sie da etwas mitbekommen, oder selbst Not erleiden, schreiben Sie ans Rathaus. Niemand wird allein gelassen. Wir in Straßlach-Dingharting stehen gut zusammen. Das haben wir gezeigt in den beiden Flüchtlingskrisen und in der Coronakrise. Jedes Mal sind wir gestärkt daraus hervorgegangen. Es gibt jetzt Netzwerke zur Hilfe von Bedürftigen, viele haben Hilfsgüter gespendet und Flüchtlinge privat aufgenommen. Es ist schon lange her, dass das Ehrenamt so viel Zulauf hatte. Es gibt in beiden Feuerwehren neue Mitglieder, starke Jugendgruppen, positive Nachrichten auch von anderen Vereinen. Das macht Hoffnung. Denn am Ende sind es die vielen Ehrenamtlichen, die mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass Hilfen bei den Bedürftigen im Alltag ankommen, Feste stattfinden und einfach Leben im Dorf ist; ein bisschen was, das man Heimat nennt.

Erfolg nur mit Ihrer Unterstützung

Wir planen örtliche Energie-Lösungen, sorgen für eine bessere Mobilität und haben die Bedürfnisse unserer Familien im Blick. Das soll im neuen Jahr so weitergehen. Ich möchte mich für all die Unterstützung und das Wohlwollen ganz herzlich bedanken. Vor uns stehen große Herausforderungen und Chancen und mit Ihrer Unterstützung werden wir noch viel bewegen und unsere Gemeinde zum Wohle aller erfreulich weiterentwickeln. Davon bin ich überzeugt!

Bleiben Sie gesund und behütet in 2023.